POLYPROBLEM-Report – Strafsache Strohhalm

Neuer POLYPROBLEM-Report der Röchling Stiftung und Wider Sense Strafsache Strohhalm Verbote von Einweg-Plastik wirken, greifen aber meist zu kurz Verbote von Einweg-Plastikartikeln wie Plastiktüten und Strohhalmen führen sowohl zu einem spürbaren Rückgang der Vermüllung von Straßen und Stränden als auch zu einer intensiveren öffentlichen Diskussion über nachhaltigen Konsum. Die Gesamtmenge an Kunststoffabfällen lässt sich mit so genannten „Plastikverboten“ hingegen nicht signifikant verringern. Zu diesem Ergebnis gelangt der aktuelle POLYPROBLEM-Report der gemeinnützigen Röchling Stiftung und des Beratungshauses Wider Sense in Zusammenarbeit mit dem Wuppertal Institut für Klima, Energie, Umwelt. Unter dem Titel „Strafsache Strohhalm“ hat das Autorenteam die Wirkung staatlicher Verbote von Einweg-Plastikprodukten unter die Lupe genommen. „Ob Verbote bestimmter Produkte und ihres Gebrauchs zur Bewältigung globaler ökologischer Krisen geeignet sind, ist eine umstrittene Grundsatzfrage. Wir wollten wissen, ob die Effekte über eine symbolische Wirkung hinausgehen“, umreißt Uwe Amrhein, Stiftungsmanager der Röchling Stiftung die Zielsetzung. Das Autorenteam hat dazu auf drei Kontinenten recherchiert – in Kenia, Kalifornien und Deutschland – und aus Gesprächen mit Expertinnen und Experten Fallstudien erarbeitet. Verbote bestimmter Einweg-Plastikartikel gibt es seit vielen Jahren in den meisten Ländern der Erde. Sie sind allerdings so verschieden ausgestaltet und auf unterschiedliche Produkte bezogen, dass sie bisher nicht zum globalen [...]

Röchling Stiftung leistet Soforthilfe in der Pandemie

Röchling Stiftung leistet Soforthilfe in der Pandemie Corona-Schutzausrüstung und Hilfe zum Neustart für 500 Abfallsammler in Westbengalen Die Corona-Pandemie hat den von dem gemeinnützigen Unternehmen SOCEO betreuten Abfallsammlern in den Sundarbans schwer zugesetzt. Indien gehörte seit Ausbruch der Pandemie mehrfach zu den besonders stark betroffenen Ländern. Mehrere totale Lockdowns verhinderten die Arbeit der „Waste Picker“ phasenweise vollständig – was nicht nur die rund 500 Menschen und ihre ohnehin armen Familien komplett mittellos machte, sondern auch das massive Abfallproblem erheblich verschärfte.Hinzu kam, dass die Region während der Pandemie gleich zweimal von schweren Wirbelstürmen getroffen wurde.Mit zwei finanziellen Soforthilfen unterstützte die Röchling Stiftung in dieser Extremsituation die Beschaffung von Schutzausrüstung mit dem Ziel, den Abfallsammlern eine möglichst rasche Wiederaufnahme ihrer Arbeit unter einigermaßen sicheren Bedingungen zu ermöglichen. Zudem wurden mit der Akuthilfe zehn „Clean-Ups“ in der Region gestartet, um die in der Pandemie angefallenen Abfallberge zu beseitigen.

POLYPROBLEM-Report – Wertsachen

POLYPROBLEM-Report der Röchling Stiftung und Wider Sense Wertsachen Warum der Markt für recycelten Kunststoff nicht rund läuft …und wie sich das ändern könnte Der Markt für recycelten Kunststoff ist kaputt – so fasst der POLYPROBLEM-Report die Lage beim Thema Plastik-Wiederverwertung zusammen. Die Studie der Röchling Stiftung und des Beratungshauses Wider Sense in Kooperation mit cirplus analysiert, woran der Kunststoff-Kreislauf aktuell scheitert und liefert Lösungsansätze für Politik und Industrie. Knapp 400 Millionen Tonnen Kunststoff werden derzeit pro Jahr weltweit produziert. Doch nicht einmal zehn Prozent davon bestehen aus wiederverwertetem Material. Von einem funktionierenden Wertstoffkreislauf sind wir weit entfernt. Die Situation wirkt auf den ersten Blick paradox: Die Recycling-Unternehmen beklagen fehlende Absatzchancen. Zugleich vermissen die Produkthersteller und Kunststoffverarbeiter Rezyklate in ausreichender Menge und Qualität. Angebot und Nachfrage kommen nicht zusammen. Der  POLYPROBLEM-Report geht diesem Problem im Gespräch mit führenden Expertinnen und Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft auf den Grund. Eines von zahlreichen Problemen bei recyceltem Kunststoff: der Preis. Dass neu produzierter Kunststoff im Einkauf zwischen 20 und 30 Prozent günstiger sei als ein Rezyklat vergleichbarer Qualität, verwundere zwar viele Verbraucher, sei aber trotz großer gesellschaftlicher Debatte um das Plastikproblem nach wie vor Realität. Während die Recycler den Preisnachteil von Rezyklaten gegenüber [...]

POLYPROBLEM-Report – Der Abfall der Anderen

POLYPROBLEM-Report der Röchling Stiftung und Wider Sense Der Abfall der Anderen Über die Verantwortung für die Plastikflut in Asien Mehr als die Hälfte des Plastikmülls in den Ozeanen gelangt aus fünf asiatischen Ländern in die Umwelt. Und dies, obwohl die Schwellen- und Entwicklungsländer pro Kopf ihrer Bevölkerung um ein Vielfaches weniger Kunststoff verbrauchen als die Industrienationen. Die Ursache für die massiven Emissionen liegt in den überwiegend unzureichenden Abfallwirtschaftssystemen im globalen Süden. Der neue POLYPROBLEM-Report von Röchling Stiftung und Wider Sense nimmt Versäumnisse und Möglichkeiten unter die Lupe. Internationale Vergleichszahlen zeigen es eindeutig: Mit dem zunehmenden Wohlstand steigt der Plastikkonsum. Das Abfallmanagement in den Entwicklungsregionen wächst aber bei weitem nicht im gleichen Tempo mit. Setzt sich diese Entwicklung fort und geht diese Schere weiter auseinander, steht die Welt erst am Anfang des Plastikproblems – trotz der enormen öffentlichen Aufmerksamkeit für das Thema. Weshalb es bisher nicht gelingt, in Schwellen- und Entwicklungsländern eine flächendeckende Abfallwirtschaft als Grundlage für Recycling und Kreislaufwirtschaft zu etablieren, haben die gemeinnützige Röchling Stiftung und das Beratungshaus Wider Sense in ihrem neuen POLYPROBLEM-Report mit dem Titel DER ABFALL DER ANDEREN umfassend untersucht. Die Autoren haben internationale Studien analysiert und mit Expertinnen und Experten der Entwicklungszusammenarbeit gesprochen. Sie [...]

Kunststoff-Kreisläufe gemeinsam neu denken

Neue Forschungsinitiativen von Fraunhofer und Röchling Stiftung PET-Flaschen schreddern, um daraus neue PET-Flaschen oder Fleecejacken herzustellen? Das können wir in den entwickelten Ländern des globalen Nordens ganz gut. Und es ist ja auch allemal besser als das Plastik zu „entsorgen“. Doch wer gebrauchten Kunststoff wirklich als wertvolle und begehrte Ressource etablieren will, sollte ehrgeiziger sein und ganz neue Stoffströme entwickeln. Upcycling heißt das Stichwort. Der Begriff Upcycling steht für den Anspruch, aus recyceltem Material etwas Hochwertigeres und Langlebigeres zu schaffen als das Ursprungsprodukt. Für die PET-Flasche bedeutet das: Aus ihr dürfte nicht erneut eine Einwegflasche – also ein Produkt mit kurzer Nutzungsdauer – entstehen, sondern beispielsweise ein Kunststoffteil für den Fahrzeugbau, das viel länger im Einsatz ist. Das Material würde nicht bloß wiederverwertet, sondern sogar in eine nachhaltigere Nutzung gelenkt. Gemeinsam mit Fraunhofer startet die Röchling Stiftung eine Initiative mit dem Ziel, die Forschung an nachhaltigen Konzepten zum Upcycling von Kunststoffen zu intensivieren. Dafür gehen das Fraunhofer Institut für Systemzuverlässigkeit und Betriebsfestigkeit (LBF) in Darmstadt und die Röchling Stiftung gemeinsam neue Wege. Die Fördermittel der Stiftung fließen nämlich nicht in ein einzelnes Forschungsvorhaben des Instituts, sondern in den Aufbau eines Konsortiums aus Wissenschaftlern und [...]

Act on Plastic: Es geht los!

Act on Plastic: Es geht los! In einer gemeinsamen Initiative suchen Soulbottles, Project Together und die Röchling Stiftung deutschlandweit nach Startups und jungen Initiativen, die sich mit vielversprechenden Ideen und Lösungen für weniger Plastikmüll in der Natur einsetzen. Ziel ist es, die teilnehmenden Initiativen in einem mehrstufigen Unterstützungsprogramm nachhaltig zu stärken. In der ersten, sechsmonatigen Phase helfen erfahrene Coaches bei der Weiterentwicklung der präsentierten Lösungsansätze. Die Teilnehmenden bekommen Zugang zum Expertennetzwerk der Initiatoren, es gibt Workshops und Webinare. Die besten erhalten in der zweiten Phase Stipendien, um ihre Lösungen zur Marktreife zu führen. Bis zum 30. September 2019 konnten sich Initiativen und Startups mit vielversprechenden Lösungsansätzen bei der deutschlandweiten Challenge „Act on Plastic“ bewerben. 180 tolle und aussichtsreiche Bewerbungen sind eingegangen und alle Partner freuen sich sehr über die großartige Resonanz und auf die nun anstehende Phase I. Impressionen des Kick-Off-Event Anfang Oktober in Berlin Weitere Informationen unter: www.actonplastic.de

Polyproblem – Der Stakeholder-Dialog

POLYPROBLEM - Der Stakeholder-Dialog Die Kräfte bündeln. Gemeinsam Lösungen entwickeln, anstatt immer neue Einzelprojekte in die Welt zu setzen. Die Möglichkeiten von Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft besser miteinander verbinden. Geleitet vom Gedanken des Collective Impact-Konzeptes trafen sich rund 150 Expertinnen und Experten auf Einladung von Wider Sense (ehemals: Beyond Philanthropy) und der Röchling Stiftung. Die Resonanz sowie die kaum vorhandene "No-Show"-Quote haben die Erwartungen übertroffen. Indem Uwe Amrhein (Stiftungsmanager, Röchling Stiftung) die Gäste aus Politik, Stiftungswesen, Bildung und Industrie direkt als Mitstreiter begrüßte, offenbarte er in einem Wort, was das Ziel der Veranstaltung ist: Im ersten Schritt strukturierte Gedanken zu einem verzahnten Vorgehen zur Lösung des Polyproblems Kunststoff und Umwelt zusammenzubringen. Am längeren Ende wird es darum gehen, erste Impulse für gemeinsame Formate, Werkzeuge und Orte im Geiste des Collective Impacts zu sedimentieren. Uwe Amrhein welcoming the #stakeholders at our dialogue #plastic and #environment, #POLYPROBLEM @BePhilanthropy pic.twitter.com/ViM12fSCB8 — Röchling Siftung (@RoechlingST) 27. März 2019 Der Tag startete historisch. Dr. Franz Mauelshagen von der Universität Duisburg, Center of Global Cooperation Research beleuchtete die Geschichte eines künstlichen Werkstoffs, dessen globale Verbreitung sinnbildlich für ein Anthropozän - ein Zeitalter, in dem der Mensch zum relevanten Faktor für biologische, geologische, und atmosphärische Prozesse [...]

Studierende aus aller Welt starten in gemeinsames Forschungsprogramm

Welche Auswirkungen hat Mikroplastik auf Meeresorganismen? Das ist die zentrale Forschungsfrage im Rahmen des Forschungs- und Ausbildungsprogramms GAME am GEOMAR Helmholz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel. 17 Studierende aus neun verschiedenen Ländern arbeiten gemeinsam daran. Die Röchling Stiftung unterstützt das Programm und war beim Auftakt in Kiel dabei.

Interview mit Helmut Schmitz, Kommunikationschef beim Grünen Punkt

Es gab mal eine Zeit, da hatte jeder Haushalt in Deutschland mit dem Grünen Punkt zu tun. 1990 baute das Unternehmen als Monopolist die weltweit erste flächendeckende Sammlung von Verpackungsabfall auf. Das so genannte Duale System sollte nach der Einführung der Verpackungsverordnung den Handel und die Industrie von der Rücknahme und Entsorgung aller Verkaufsverpackungen entlasten. Der Plan ging auf. Heute gibt es das Monopol nicht mehr, aber der Grüne Punkt steht noch immer symbolisch für eine systematische Erfassung und Verwertung von Verbrauchsverpackungen. Gerade das Fehlen vergleichbarer Systeme in den Schwellenländern Südostasiens gilt als eine der wesentlichen Ursachen für Plastik in der Umwelt. Eine Delegation der Röchling Stiftung stattete dem noch immer sehr erfolgreichen Recyclingunternehmen einen Besuch ab und sprach mit Kommunikationschef Helmut Schmitz über lokale und globale Aufgaben.

POLYPROBLEM – Die Studie

Trotz der enormen öffentlichen Aufmerksamkeit für die fortschreitende Umweltbelastung durch Plastikabfälle ist eine globale Agenda zur Lösung des Problems nicht in Sicht. Das ist der kritische Befund eines Policy-Papers, das die Röchling Stiftung und Beyond Philanthropy jetzt gemeinsam unter dem Titel POLYPROBLEM veröffentlicht haben.

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