Vom Mülltheater bis zum selbst recycelten Rucksack

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Vom Mülltheater bis zum selbst recycelten Rucksack

Zwölf Grundschul-Projekte für Kunststoff und Umwelt am Start

Vom Müllfriedhof bis zum Gemüse ohne Plastik: So weit reicht das Spektrum der Ideen, die zwölf Grundschulen aus Bayern, Berlin, Hessen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Thüringen und Nordrhein-Westfalen in den kommenden Monaten im Rahmen des Programms „Ein Kreislauf für Kunststoff – Eure Ideen unsere gemeinsame Zukunft“ in den kommenden Monaten umsetzen werden.

Vom 20. August bis 19. Oktober 2018 konnten Grundschulen in Kooperation mit Schulfördervereinen kreative Mitmach-Projekte zum Thema „Ein Kreislauf für Kunststoff“ bei der Stiftung Bildung einreichen. Eine fachkundige Jury hat die zwölf besten Einsendungen ausgewählt. Deren Umsetzung wird nun von der Röchling Stiftung mit Budgets zwischen 500 und 5.000 Euro gefördert.

„Bildung für nachhaltige Entwicklung muss früh ansetzen“, weiß Felicitas von Hülsen, die das Programm als Mitglied des Kuratoriums der Röchling Stiftung begleitet. Ziel der Ausschreibung war es Schulprojekte zu fördern, die sich mit der Nachhaltigkeit von Kunststoff und seinen Alternativen und deren Auswirkungen auf die Umwelt auseinandersetzen. Hierbei war es wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler von Anfang an direkt bei der Ideen- und Konzeptentwicklung mit dabei sind und das Projekt auch eigenständig verwirklichen. Im Sinne des Konzepts Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) sollen die Projekte die Eigeninitiative und Selbstwirksamkeitserfahrung der Schülerinnen und Schüler im Engagement stärken.

Die ausgewählten Projekte setzen dies in Form von Musik- und Theaterstücken, Umstellung der Wasserversorgung an der Schule, Gärtnerei, Upcycling von Kunststoffabfällen, Aufklärungskampagnen und einer grünen Ecke in der Schulbibliothek um. Alle ausgewählten Projekte ermöglichen es den Grundschülern aktiv den Lernprozess mitzugestalten und so Nachhaltigkeit real zu erfahren.

Die Jury, bestehend aus Felicitas von Hülsen, Kuratorium der Röchling Stiftung, Maren Stancke, Vorsitzende des Sächsischen Landesverbands der Schulfördervereine e.V. (SLSFV), Kristina Raab, Projektleiterin Bildung und Finanzen der Umweltstiftung Michael Otto, Finn Siebold, Bildungswerk für Schülervertretung und Schülerbeteiligung e.V., Christoph Mause, Unternehmer, Michael Herberger, Mitbegründer der Söhne Mannheims, Charlotte Schüler, Influencerin und Bloggerin, und Gisela Grimme, Schulleiterin der Elisabeth Selbert Schule in Hameln, Gewinnerin des Deutschen Schulpreises 2017 der Robert Bosch Stiftung, lobte die Kreativität  und innovative Ideenvielfalt.

So geht es in einem Projekt darum mit Hilfe von Botschaftern, so genannten Müllhelden, auf die Abfallproblematik an der Schule hinzuweisen und andere zum Aufsammeln und zum Recycling anzuregen. Aus dem gesammelten Kunststoffmüll stellen die Schüler gemeinsam T-Shirts und Rucksäcke her.

In einem anderen Projekt soll durch den eigenen Anbau von Bio-Gemüse die Selbstversorgung gestärkt und der Kunststoffmüll in Form von Lebensmittelverpackung eingespart werden. Die Projekte starten 2019 und sollen bis zum Ende des Jahres fertiggestellt sein.

Gewinner sind Montessori Wolfstein aus Freyung, Ganzheitliches Leben und Lernen aus Essing, Schulförderverein der Anna-Lindh-Schule aus Berlin, Verein der Freunde und Förderer der Ludwig-Geissler-Schule aus Hanau, Schulförderverein „Freunde der Grundschule an der Wuhlheide“ aus Berlin, Verein der Freunde und Förderer der Schloss-Schule Ludwigshafen-Oggersheim aus  Ludwigshafen, Förderverein der Karl-von-Ibell Schule Diez  aus Diez, Verein der Freunde und Förderer der Grundschule An den Römersteinen Mainz-Zahlbach aus Mainz, Förderverein Finow-Grundschule aus Berlin, Freunde der Goldwiesenschule aus Leinfelden-Echterdingen, Förderverein Grundschule Schleiz aus Schleiz und Verein der Freunde und Förderer der GGS Alzeyer Straße aus Köln.

Die Juroren zeigten sich begeistert vom Ideenreichtum der Grundschüler beim Thema Kunststoff und Umwelt.