SeeElefant mit Seekühen

One Earth, One Ocean
Meeresmüll unter die Lupe nehmen

Zahlreiche Organisationen beschäftigen sich damit, Plastikabfall aus Gewässern zu entfernen – in Flüssen, in Mündungsgebieten, an Stränden und im offenen Meer. Aber was kommt da überhaupt zusammen? Welche Beschaffenheit hat der so gesammelte Abfall und vor allem: Was lässt sich damit anfangen? Dieser Frage geht die Röchling Stiftung zusammen mit ihrem langjährigen Partner, dem in München ansässigen Verein One Earth, One Ocean nach.

Rund 40 Tonnen Abfall hat One Earth, One Ocean mit seinen Sammelschiffen und in Kooperation mit örtlichen Naturschutzorganisationen und Fischern vor der Küste von Rio de Janeiros in Brasilien gesammelt. Dieser Müll wird nun nach Deutschland verschifft, um ihn dort in Zusammenarbeit mit Expertinnen und Experten aus der Recyclingwirtschaft und Wissenschaftlern genau zu analysieren. Ziel ist es, die Verwertungsmöglichkeiten zu bestimmen und die Frage zu klären, ob und wie Abfall aus Gewässern wirtschaftlich sinnvoll recycelt werden kann.

Die dabei erhobenen Informationen werden nicht nur dem Verein One Earth, One Ocean dabei helfen, seine Vision einer maritimen Müllabfuhr zu realisieren. Sie sollen allen zur Verfügung stehen, die sich mit dem Bergen von Kunststoffabfällen aus Gewässern beschäftigen. Nicht zuletzt geht es auch darum, den bisher unscharfen und oftmals willkürlich gebrauchten Begriff „Ocean Plastic“ zu bestimmen, der momentan häufig zu Marketingzwecken verwendet wird.

 

Im Zuge des Projekts haben die Initiatoren übrigens erlebt, dass es wesentlich leichter ist, Abfall aus Deutschland zu exportieren als ihn zum Zweck der Analyse einzuführen. Die notwendigen Genehmigungsverfahren nahmen mehr als ein Jahr in Anspruch. Im Herbst 2024 sollen die Ergebnisse der Untersuchungen vorliegen.

Mit dem Verein One Earth, One Ocean verbindet die Röchling Stiftung eine langjährige Zusammenarbeit. Bereits 2017 förderte die Stiftung den Bau des ersten Sammelschiffs „Seekuh“. In einer zweiten Phase unterstützte die Stiftung die technische und ökonomische Konzeption eines maritimen Abfallwirtschaftssystems. Außerdem förderte die Röchling Stiftung mit Hilfe privater Spenden ihrer Schirmherrin Karin Röchling den Bau zweier Seehamster – kleiner Sammelboote, die flexibel in Mündungsgebieten von Flüssen in Asien eingesetzt werden.

https://oneearth-oneocean.com/

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