Projekte » Kleines Privates Lehrinstitut Derksen

Integration statt Ausgrenzung: Das „Kleine Private Lehrinstitut Derksen“ im Münchener Stadtteil Großhadern gehört zu den Schulen mit bester Reputation weit über die Grenzen Bayerns hinaus. Das staatlich anerkannte Gymnasium in freier privater und gemeinnütziger Trägerschaft legt Wert auf eine familiäre Atmosphäre, in der ein Klima von Verbindlichkeit und persönlicher Zuwendung entsteht. Es werden nur etwa 200 Mädchen und Jungen aufgenommen, 50 Pädagogen unterrichten die Schüler. Die Schulverantwortlichen sind überzeugt: Unterricht in kleinen Klassen mit durchschnittlich 18 Schülern, selbstverständliche Integration von Körper- und Sinnesbehinderten und die Vergabe von Freiplätzen sowie Ermäßigungen an sozial Schwächere machen den Erfolg des Gymnasiums aus. Aufgrund einer Änderung des Bayerischen Schulfinanzierungsgesetzes im Jahr 2003 erhält die Schule seit dieser Zeit deutlich geringere staatliche Zuschüsse. Die Röchling-Stiftung hat das „Kleine Private Lehrinstitut Derksen“ deshalb in den Schuljahren 2005/2006 und 2006/2007 mit nennenswerten Beiträgen unterstützt.

Seit der Gründung durch Dieter und Barberina Derksen im Jahr 1959 widmet sich die Schule – über die Vorgaben der staatlichen Lehrpläne hinaus – besonders der musischen, politischen und sozialen Bildung und Erziehung junger Menschen. Es besteht ein breites nebenschulisches Angebot zum Beispiel in den Bereichen Theater, Musik, Chor und Orchester. Kunst wird in allen Jahrgangsstufen mindestens zweistündig unterrichtet, Politische Bildung ist ab der 7. Klasse Pflichtfach.

Die Integration Behinderter ist ein großes Anliegen der Schule: Die Zusammensetzung der Klassen ist so gestaltet, dass auch Körper- und Sinnesbehinderte sowie Schüler, die von seelischer Behinderung bedroht sind, vertreten sind. Ganz bewusst wird nur eine begrenzte Zahl von Behinderten aufgenommen, um für sie keine Ghetto-Situation entstehen zu lassen, sondern sie zu integrieren. Die entstehende Vielfalt fordert von allen Beteiligten, sich mit den Bedürfnissen anderer Menschen ganz persönlich auseinander zu setzen. In der Schule kommen Technologien zum Einsatz, die auf jeden einzelnen Behinderten zugeschnitten sind. Kinder, die mit Lern- und Konzentrationsschwierigkeiten kämpfen, erhalten in einem Arbeitskreis Hilfe zu selbständigem Arbeiten.

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