One Earth, One Ocean

Die Verschmutzung der Weltmeere, Flüsse und Seen durch Plastikmüll ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Aktuellen Schätzungen von Wissenschaftlern zufolge treiben in unseren Ozeanen bereits bis zu 150 Millionen Tonnen Plastik und jedes Jahr kommen weitere 6,4 Millionen Tonnen hinzu. Es bildet eine große Gefahr für Seevögel und Meerestiere, die sich verheddern oder es mit Nahrung verwechseln und verschlucken. In kleinste Partikel zerfallen, halten Fische das Plastik für Plankton. Auf diese Weise gelangen die winzigen, teilweise krebserregenden Kunststoffteilchen letzten Endes auch in die menschliche Nahrungskette. Der Verein „One Earth – One Ocean“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, dieser Verschmutzung entgegenzuwirken und die Gewässer von Plastikabfällen, Chemikalien und Ölen zu befreien.

Eigens zu diesem Zweck wurde der Katamaran „Seekuh“ gebaut. Er wird als „maritime Müllabfuhr“ eingesetzt und fischt an der Wasseroberfläche treibende Kunststoffteile heraus. Aber Vereinsgründer Günther Bonin und sein Team dringen noch viel tiefer in die Materie. Sie werten weltweit entnommene Wasserproben aus. Unsere Stiftung finanzierte das hierfür dringend benötigte Infrarot-Spektrometer inklusive Zubehör. Hiermit kann der Verein sämtliche Plastikarten analysieren und bestimmen. Wir unterstützen damit nachhaltig die Erforschung des Problems und den geplanten Aufbau einer internationalen Datenbank der Verschmutzung. So kann „One Earth – One Ocean“ gezielt gegen die Bedrohung vorgehen.

In den Medien

Unser Seekuh-Projekt mit dem Verein One Earth – One Ocean fand großen medialen Anklang. „Wir freuen uns, dass die Seekuh und ihre Mission weiterhin Aufmerksamkeit genießt. Als Unterstützer der ersten Stunde haben wir ihre Entwicklung weiterhin im Fokus“, so Gräfin Annunziata Hoensbroech.
Stellvertretend für zahlreiche Veröffentlichungen der lokalen, regionalen und überregionalen Presse sowie verschiedener Fachmedien hier ein Ausschnitt:

Kieler Nachrichten 26.09.2016

„Höhepunkt am Sonntag war die Taufe des Müllsammelschiffs ‚Seekuh‘ des Vereins ‚One Earth – One Ocean‘. Der erste Wurf von Annunziate Gräfin Hoensbroech war noch etwas zaghaft, beim zweiten Versuch zerplatze die Flasche dann und die ‚Seekuh‘ war traditionsgemäß getauft. ‚Es ist für mich eine große Freude, Schiffspation der ‚Seekuh‘ zu sein‘, sagte Gräfin Hoensbroech. Als Vorsitzende des Kuratoriums der Röchling Stiftung unterstützt sie den Bau und die Entwicklung des Müllschiffs schon seit vielen Jahren. `Ich teile das Vorhaben und die Ansichten des Vereins One Earth – One Ocean. Deswegen ist die Taufe auch eine Herzensangelegenheit von mir´.“

Recyclingportal 27.09.2016

„‚Seekuh‘ gegen ‚Marine Littering‘: Weltweit erstes Müllsammelschiff getauft […] Der Spezialkatamaran zum Sammeln von Plastikmüll wurde von Günther Bonin, dem Gründer der Münchner Umweltorganisation One Earth – One Ocean e.V., entwickelt. Es ist zerlegbar und kann per Frachtcontainer zu Einsätzen an jeden Ort der Welt gebracht werden.“

Ecopressblog 28.09.2016

„Die Katamaranform ermöglicht es bei einem Tiefgang von nur 60 Zentimetern, zwischen den beiden Rümpfen eine
Netztkonstruktion ins Wasser abzusenken, mit der der Plastikmüll bis in eine Tiefe von zwei Metern herausgefischt wird. Damit sich
keine Lebewesen in den Netzen verfangen, fährt die durch zwei Außenbordmotore à 63 PS angetriebene SEEKUH in
Schrittgeschwindigkeit. In Gegenden mit hohem Müllaufkommen im Wasser kann sie mit ihren Netzen täglich mehrmals 2-3
Tonnen sammeln oder bei hohen Verunreinigungen am Strand den Müll nach dem Baggerprinzip direkt an Land schieben. Später
sollen HOCHSEEKÜHE – autark durch Wind- und Sonnenenergie angetrieben – auf hoher See selbständig Plastikmüll sammeln.“

Süddeutsche Zeitung 21.04.2017

„[…] die Röchling Stiftung hat sogar seine komplette ‚Seekuh‘ für etwa 400 000 Euro finanziert. Die ‚Seekuh‘ ist ein Forschungs-, Reinigungs- und Aufklärungsschiff in Sachen Plastikmüll. […] Bonin möchte bald ein noch größeres Schiff bauen. Der Name ‚Seeelefant‘ steht schon fest. Das Schiff soll nicht nur Plastikmüll sammeln können, sondern ihn mit einer Verölungsanlage an Bord auch sofort verwerten. ‚In fünf Jahren soll er fahren‘, skizzierte der Umweltaktivist seinen Zeitplan.“

NDR, Sendung „DAS!“, 04.10.2017

„Spezialkatamaran befreit Meere von Plastikmüll“. Um den Beitrag anzusehen, hier klicken.